Psychotherapie braucht wissenschaftlich fundierte psychologische Kompetenzen!

Neue Website der DGPs zur Psychotherapie-Gesetzesreform online

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) bietet auf der neuen Website https://psychotherapie.dgps.de umfassende Informationen rund um die Psychotherapie-Reform. Kernstück ist das Eckpunktepapier der DGPs und des Fakultätentags Psychologie mit Vorschlägen für die Struktur des Studiums nach der Reform: „Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten der Zukunft sollen bereits im Studium sowohl wissenschaftlich als auch praktisch auf diesen Beruf vorbereitet werden“, sagt DGPs-Präsidentin Birgit Spinath. „Das erfordert ein wissenschaftliches Fundament psychologischer Kompetenzen.“

Für das vierte Quartal 2018 wird die Veröffentlichung eines Referentenentwurfs durch das Bundesministerium für Gesundheit zu einer Revision des Psychotherapeutengesetzes erwartet. „Die Psychologie als Basiswissenschaft der Psychotherapie trägt bei der Begleitung der Reform eine besondere Verantwortung“ erklärt Professor Winfried Rief, Vorsitzender der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung in der DGPs. „Wir haben deshalb Vorschläge ausgearbeitet, wie eine moderne, qualitativ hochwertige Ausbildung in Psychotherapie in die Psychologie-Studiengänge integriert werden kann.“

Das Eckpunktepapier der DGPs und des Fakultätentags Psychologie mit diesen Vorschlägen kann hier eingesehen werden:

https://psychotherapie.dgps.de/aktuelles/meldung/news/eckpunktepapier-der-dgps-z…

Wichtige Kernpunkte des DGPs-Modells sind: (1) eine breite Ausbildung in der akademischen Psychologie, die nach dem Bachelorstudium Wahlmöglichkeiten für alle psychologischen Tätigkeitsfelder lässt; (2) eine vertiefte Ausbildung in einem Master-Studiengang der Psychologie, der eine Spezialisierung in Klinischer Psychologie und Psychotherapie vermittelt und neben der wissenschaftlichen Qualifizierung auch die Vermittlung praktischer Handlungskompetenzen beinhaltet; (3) am Ende des Studiums eine praxisorientierte Approbationsprüfung sowie eine anschließende Weiterbildung zur Vertiefung in wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Behandlungsansätzen entweder des Erwachsenen- oder des Kinder- und Jugendalters.

Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. Winfried Rief
Vorsitzender der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung der DGPs
Ansprechpartner für Details der Psychotherapieausbildung, der Versorgung und alle Fragen rund um die Vernetzung von Psychologiestudium, Psychotherapieausbildung
Tel.: +49 6421 282 3657
E-Mail: riefw@staff.uni-marburg.de

Prof. Dr. Birgit Spinath
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
Tel.: +49 6221 547355
E-Mail: Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de

Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Pressereferentin DGPs
E-Mail: pressestelle@dgps.de
Tel.: 030 280 47718

Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die über 4500 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag.
Die Pressestelle der DGPs informiert die Öffentlichkeit über Beiträge der Psychologie zu gesellschaftlich relevanten Themen. Darüber hinaus stellt die DGPs Journalisten eine Datenbank von Experten für unterschiedliche Fachgebiete zur Verfügung, die Auskunft zu spezifischen Fragestellungen geben können.
Wollen Sie mehr über uns erfahren? Besuchen Sie die DGPs im Internet: www.dgps.de